CSV-zu-XMLkonverter

Anleitung · 8 Min. Lesezeit

XML in CSV umwandeln und in Excel öffnen: Schritt für Schritt

XML in CSV umwandeln und in Excel öffnen: kostenlos und ohne Upload. Flattening per Punkt-Notation, Attribute als Spalten, Semikolon-Hinweis für deutsches Excel, mit Beispiel und ehrlichem Blick auf die Grenzen.

Jan-Tristan Rudat
Jan-Tristan Rudat Veröffentlicht Geprüft

Kurz gesagt

Um XML in CSV umzuwandeln, schalten Sie auf csv-xml.de auf den Modus XML zu CSV, fügen Ihr XML ein und laden die CSV herunter. Der Konverter flacht die Baumstruktur per Punkt-Notation ab und kann Attribute als Spalten ausgeben. Beim Öffnen in deutschem Excel achten Sie auf das Semikolon als Trennzeichen. Alles läuft lokal im Browser, ohne Upload.

Warum XML in CSV umwandeln?

XML ist gut für Maschinen, aber unhandlich, wenn man Daten in einer Tabelle sehen, sortieren oder auswerten will. Eine CSV dagegen öffnet sich in Excel oder Google Sheets und zeigt die Daten sofort als Tabelle. Beim Umwandeln wird aus jedem wiederholten XML-Knoten eine Tabellenzeile, und aus jedem Feld eine Spalte. Wenn Sie zunächst verstehen wollen, was XML eigentlich ist, hilft der Ratgeber Was ist XML? weiter.

XML in CSV umwandeln: 3 Schritte

Mit unserem CSV-zu-XML-Konverter geht das in beide Richtungen. Für XML zu CSV schalten Sie einfach die Richtung um:

  1. Auf "XML zu CSV" umschalten: Wählen Sie die Konvertierungsrichtung und fügen Sie Ihr XML in das Eingabefeld ein, oder ziehen Sie die .xml-Datei hinein.
  2. Optionen wählen: Legen Sie das Trennzeichen für die Ausgabe fest (für deutsches Excel das Semikolon) und entscheiden Sie, ob Attribute als eigene Spalten erscheinen sollen.
  3. CSV herunterladen: Speichern Sie das Ergebnis als .csv-Datei oder kopieren Sie es. Danach öffnen Sie es in Excel oder Google Sheets.

Die Verarbeitung passiert lokal in Ihrem Browser, ohne Upload, kostenlos und ohne Konto.

Flattening: wie aus dem Baum eine Tabelle wird

XML ist verschachtelt, CSV ist flach. Damit beides zusammenpasst, nutzt der Konverter die Punkt-Notation. Ein Element stadt innerhalb von adresse wird zur Spalte adresse.stadt. So bleibt erkennbar, woher jeder Wert stammt, obwohl die Tabelle nur eine Ebene hat.

Wiederholte Knoten auf derselben Ebene, etwa viele kunde-Elemente, werden zu mehreren Zeilen zusammengefasst. Jeder dieser Knoten wird eine eigene Zeile mit denselben Spalten. Optional werden Attribute als Spalten ausgegeben, sie erhalten einen At-Präfix wie @id, damit sie sich von echten Element-Werten unterscheiden lassen.

Beispiel: aus XML wird CSV

Dieses XML enthält zwei Kunden, jeweils mit einer verschachtelten Adresse und einer id als Attribut:

<kunden>
  <kunde id="1">
    <name>Anja Berg</name>
    <adresse>
      <stadt>Hamburg</stadt>
    </adresse>
  </kunde>
  <kunde id="2">
    <name>Tom Klein</name>
    <adresse>
      <stadt>Berlin</stadt>
    </adresse>
  </kunde>
</kunden>

Mit aktivierten Attribut-Spalten und Semikolon als Trennzeichen entsteht diese CSV:

@id;name;adresse.stadt
1;Anja Berg;Hamburg
2;Tom Klein;Berlin

Jeder kunde ist eine Zeile, die verschachtelte Stadt wurde zur Spalte adresse.stadt, und das Attribut id zur Spalte @id.

CSV in Excel oder Google Sheets öffnen

Jetzt der häufigste Stolperstein: Sie öffnen die CSV in deutschem Excel, und alle Werte stehen in einer einzigen Spalte. Das liegt am Trennzeichen. Deutsches Excel erwartet standardmäßig ein Semikolon, weil das Komma hierzulande das Dezimaltrennzeichen ist. Es gibt zwei saubere Lösungen:

  • Erzeugen Sie die CSV gleich mit Semikolon als Trennzeichen, dann öffnet deutsches Excel sie meist korrekt per Doppelklick.
  • Oder importieren Sie kontrolliert: In Excel auf Daten, dann Aus Text/CSV, Datei wählen und im Import-Dialog das Trennzeichen explizit auswählen. So funktioniert es unabhängig vom Standard.

Eine ausführliche Anleitung inklusive Encoding-Hinweisen finden Sie im Ratgeber CSV-Datei in Excel öffnen. Warum deutsches Excel überhaupt anders trennt, erklärt der Ratgeber CSV mit Semikolon. Google Sheets ist meist unkomplizierter: Es erkennt das Trennzeichen oft automatisch oder bietet beim Import eine Auswahl an.

Grenzen bei tiefer Verschachtelung

Ehrlich gesagt: Eine CSV ist ein flaches Format, und nicht jedes XML lässt sich verlustfrei flach abbilden. Solange Ihr XML eine regelmäßige Liste gleichartiger Datensätze ist, klappt die Umwandlung sehr gut. Problematisch wird es bei tief verschachtelten oder unregelmäßigen Strukturen: Wenn ein Element mehrere unterschiedliche Kindlisten enthält oder die Datensätze sehr verschieden aufgebaut sind, wird die Tabelle entweder sehr breit oder es entstehen leere Zellen. Für solche Fälle und Strategien zum Umgang damit gibt es den eigenen Ratgeber verschachteltes XML in CSV umwandeln. Werte werden außerdem als Text übernommen, Excel kann Zahlen oder Datumsangaben beim Import eigenständig interpretieren, was Sie kurz prüfen sollten.

Häufige Fragen

Wie wandle ich eine XML-Datei in CSV um?

Auf csv-xml.de den Modus XML zu CSV wählen, XML einfügen, CSV herunterladen. Die Baumstruktur wird in Zeilen und Spalten abgeflacht, alles lokal im Browser.

Warum öffnet sich meine CSV als eine Spalte?

Wegen des Trennzeichens. Deutsches Excel erwartet ein Semikolon. Erzeugen Sie die CSV mit Semikolon oder importieren Sie über Daten, dann Aus Text/CSV.

Wie werden verschachtelte Elemente abgebildet?

Per Punkt-Notation, etwa adresse.stadt. So bleibt die Herkunft jedes Werts erkennbar, auch in einer flachen Tabelle.

Kann ich Attribute mit übernehmen?

Ja. Aktivieren Sie die Option, Attribute als Spalten auszugeben, sie erscheinen mit At-Präfix wie @id.

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