Kurz gesagt
Im Online-Handel begegnen Ihnen Produktdaten als CSV und als XML. CSV ist ideal für den manuellen Import, Export und die Pflege in Excel. XML ist gefragt, wenn strukturierte Produktfeeds an Google Merchant, Preisportale oder Marktplätze gehen. Zwischen beiden Formaten bereiten Sie Feeds bequem mit dem CSV-zu-XML-Konverter auf, ohne Upload und mit frei wählbarem Root- und Zeilen-Element.
Wo Produktdaten als CSV oder XML auftauchen
Wer einen Shop betreibt, kommt an beiden Formaten nicht vorbei. Shopsysteme wie Shopware, WooCommerce und Shopify bieten in der Regel einen CSV-Import und -Export für Produkte. Damit pflegen Sie Sortimente, legen neue Artikel an oder aktualisieren Preise im Stapel. CSV ist dafür beliebt, weil es sich direkt in Excel oder einer Tabellenkalkulation öffnen und bearbeiten lässt.
Sobald die Daten aber nach außen gehen, etwa an Google Shopping beziehungsweise das Google Merchant Center, an Preisvergleichsportale oder an Marktplätze, ist häufig ein strukturierter Feed gefragt, und der liegt oft als XML vor. XML transportiert Hierarchien sauber, lässt sich validieren und ist für maschinelle Verarbeitung präzise. Viele Händler arbeiten deshalb mit beidem: CSV für die interne Pflege, XML für die Ausgabe.
Wann CSV, wann XML?
Die Entscheidung hängt vom Zweck ab. Diese Tabelle fasst die typischen Fälle zusammen.
| Situation | Empfohlenes Format |
|---|---|
| Sortiment in Excel pflegen | CSV |
| Massen-Import in den Shop | CSV |
| Feed an Google Merchant | XML (CSV teils möglich) |
| Marktplatz-Anbindung | XML |
| Verschachtelte Daten (Varianten) | XML |
CSV punktet mit Einfachheit und ist perfekt, solange die Daten flach in Zeilen und Spalten passen. XML lohnt sich, sobald Strukturen verschachtelt sind, etwa Produkte mit mehreren Varianten, oder das Zielsystem es schlicht verlangt. Den grundsätzlichen Unterschied der beiden Formate vertieft der Ratgeber CSV vs. XML: der Unterschied.
Diese Felder gehören in den Produktfeed
Egal ob CSV oder XML, ein brauchbarer Produktfeed braucht ein paar Kernfelder. Welche genau Pflicht sind, gibt das Zielsystem vor, doch dieser Satz ist fast immer dabei:
- SKU: die eindeutige Artikelnummer, das Rückgrat jeder Zuordnung.
- Titel: der Produktname, oft mit Marke und wichtigsten Merkmalen.
- Beschreibung: der Werbe- und Infotext zum Produkt.
- Preis: der Verkaufspreis, je nach Ziel inklusive Währung.
- Bestand beziehungsweise Verfügbarkeit: auf Lager, ausverkauft, vorbestellbar.
- Kategorie: die Einordnung im Sortiment oder die Zielsystem-Kategorie.
- Produkt-URL und Bild-URL: Links zur Detailseite und zum Produktbild.
Beispiel: von der Produkt-CSV zum XML-Feed
So sieht ein einfacher Auszug aus einer Produkt-CSV aus, gepflegt im deutschen Excel mit Semikolon als Trennzeichen:
sku;titel;preis;bestand;kategorie
SH-001;Wanderrucksack 30L;79.90;42;Outdoor
SH-002;Trinkflasche 1L;14.90;0;Outdoor
Mit dem Konverter wird daraus ein XML-Feed. Wählen Sie als Root-Element zum Beispiel feed und als Zeilen-Element artikel, entsteht diese Struktur:
<feed>
<artikel>
<sku>SH-001</sku>
<titel>Wanderrucksack 30L</titel>
<preis>79.90</preis>
<bestand>42</bestand>
<kategorie>Outdoor</kategorie>
</artikel>
<artikel>
<sku>SH-002</sku>
<titel>Trinkflasche 1L</titel>
<preis>14.90</preis>
<bestand>0</bestand>
<kategorie>Outdoor</kategorie>
</artikel>
</feed> Weil Sie Root- und Zeilen-Element frei benennen, passen Sie die Hülle des Feeds an Ihr Zielsystem an. Warum das Root-Element überhaupt so wichtig ist und wie es ein gültiges XML zusammenhält, erklärt der Ratgeber Das XML-Root-Element erklärt. Die vollständige Anleitung zur Umwandlung steht im Ratgeber CSV in XML umwandeln.
Trennzeichen: die häufigste Stolperfalle
Beim Arbeiten mit Produkt-CSV ist das Trennzeichen die Fehlerquelle Nummer eins. Deutsches Excel speichert CSV oft mit Semikolon, weil das Komma als Dezimaltrennzeichen belegt ist. Erwartet Ihr Importer aber Komma, landet die ganze Zeile in einer einzigen Spalte und der Import scheitert. Prüfen und setzen Sie das Trennzeichen darum bewusst. Wie Sie das im Detail steuern, zeigt der Ratgeber CSV mit Semikolon als Trennzeichen.
Grenzen: was das Tool nicht leistet
Ehrlich gesagt: Der Konverter erzeugt sauberes, allgemeines XML, aber er kennt kein konkretes Shop- oder Merchant-Schema. Er mappt also nicht automatisch auf die Pflichtfelder und Namensvorgaben von Google oder einem Marktplatz. Die Feldnamen im XML entsprechen Ihren Spaltenüberschriften, und die Struktur ist eine Ebene tief, also Datensatz mit Feldern. Brauchen Sie exakt vorgeschriebene Elementnamen oder tiefere Verschachtelung, benennen Sie die CSV-Spalten vorab passend und bereiten die Daten entsprechend auf. Für die meisten Aufbereitungsschritte zwischen interner Tabelle und externem Feed reicht das aber vollkommen, und alles bleibt dabei lokal in Ihrem Browser, ganz ohne Upload.
Häufige Fragen
Produktdaten als CSV oder XML pflegen?
Für den Import und die Excel-Pflege ist CSV einfacher. Für strukturierte Feeds an Google Merchant oder Marktplätze ist meist XML gefragt. Viele Shops nutzen beides.
Welche Felder gehören in einen Feed?
Typisch sind SKU, Titel, Beschreibung, Preis, Bestand, Kategorie, Marke sowie Produkt- und Bild-URL. Die Pflichtfelder gibt das Zielsystem vor.
Erzeugt das Tool einen fertigen Shop-Feed?
Es erzeugt sauberes XML mit frei wählbarem Root- und Zeilen-Element, bildet aber kein konkretes Shop-Schema automatisch ab. Feldnamen kommen aus Ihren Spaltenüberschriften.
Worauf beim Trennzeichen achten?
Deutsches Excel nutzt oft Semikolon statt Komma. Stimmt das Trennzeichen nicht mit dem Importer überein, scheitert der Import. Vorher prüfen und passend einstellen.